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SchlĂŒssel
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Ein SchlĂŒssel ist ein Werkzeug zum VerschlieĂen und Ăffnen eines Schlosses, z. B. eines TĂŒrschlosses oder VorhĂ€ngeschlosses. Dazu wird meist der SchlĂŒssel durch das SchlĂŒsselloch in das Schloss eingefĂŒhrt und dieses durch Drehung geöffnet. SchlĂŒssel dienen dem Einbruchschutz und der Zutrittskontrolle.
Jeder SchlĂŒssel hat einen spezifischen Code. Diese SchlieĂcodierung oder SchlĂŒsselcodierung bezeichnet die Anordnung und Kombination der Löcher bzw. ZĂ€hne (Zacken) am SchlĂŒsselbart. Dadurch kann der SchlĂŒssel einem oder mehreren gleichen Zylindern zugeordnet werden, die dieser Codierung entsprechen.cite-ref-1[1]
Die historisch hĂ€ufigste SchlĂŒsselform ist der BuntbartschlĂŒssel. Sein Griff wird als RĂ€ute, RĂ€ude, Reite oder Reide bezeichnet. Diese konnte in frĂŒheren Zeiten reich verziert sein. Der die Verschlussvorrichtung erfassende, im Idealfall nur zu einem bestimmten Schloss passende Teil heiĂt Bart. Er ist an den Halm hart angelötet, mit ihm gegossen oder geschmiedet. Der Halm kann massiv (Volldorn) oder hohl (Hohldorn) ausgefĂŒhrt sein. Um die Einschubtiefe des SchlĂŒssels zu begrenzen, ist manchmal eine Verdickung am Halm (Gesenk, Ansatz) angebracht. Das alles soll gewĂ€hrleisten, dass das entsprechende Schloss nur mit diesem oder einem baugleichen SchlĂŒssel aufgeschlossen werden kann. Denn die Aufgabe eines Schloss-SchlĂŒsselsystems ist der Schutz eines Raumes, eines Fahrzeuges oder anderer GegenstĂ€nde vor unbefugtem Betreten, Benutzen oder anderweitigem Zugriff.
SchlĂŒssel bestanden anfangs aus Holz, spĂ€ter â wie heute fast ausschlieĂlich â aus Metall. Sie sind meist mit einem SchlĂŒsselring verbunden und hĂ€ufig bilden mehrere SchlĂŒssel so einen SchlĂŒsselbund. SchlĂŒssel, die fĂŒr den Gebrauch durch mehrere berechtigte Personen gedacht sind, werden oft in einem SchlĂŒsselkasten aufbewahrt.
Contents
âą Antike
âą Mittelalter
âą Neuzeit
âą NeubauschlĂŒssel
âą SchlagschlĂŒssel
âą Antike
âą Heraldik
⹠BrÀuche
âą Siehe auch
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte von Schloss und SchlĂŒssel
Die geschichtliche Herkunft einzelner Sperrsysteme ist im Artikel Schloss (Technik) beschrieben. In dem folgenden Abschnitt dagegen wird die Gesamtentwicklung chronologisch abgehandelt.
Vor- und FrĂŒhgeschichte
Aus der spĂ€ten Bronzezeit sind zum Beispiel in den Pfahlbausiedlungen des Alpenraumes vorgeschichtliche Bodenfunde von 30 bis 50 cm langen bronzenen SchlĂŒsseln in Form von sichelförmigen Haken gemacht worden. Sie bestehen aus zwei Teilen: dem Griff, der hĂ€ufig einen Ringabschluss aufweist und dem langen hakenförmigen Schaft, welcher kurz vor dem Ende noch einmal kurz nach innen gebogen ist. Der Griff ist manchmal tordiert oder mit plastischen Querrippen verziert. Besonders aufwendig gearbeitete SchlĂŒssel weisen auch Entlein oder stilisierte Wasservögel auf. Oft fehlen die Griffe allerdings auch ganz, da sie aus organischem Material bestanden. Mit diesen bronzezeitlichen SchlĂŒsseln wurden einfache Schlösser aus Holz betĂ€tigt: Hierbei wurde durch ein Loch in der TĂŒr der innenseitig angebrachte Riegel zur Seite geschoben.
Von Ă€hnlicher Form, aber aus Eisen, sind die SchlĂŒssel der Kelten aus der Hallstatt- und LatĂšnezeit.cite-ref-2[2] SpĂ€tere Beispiele haben mehrzinkige Hakenformen.
Antike
Ăgyptische SchlĂŒssel
In Ăgypten waren bereits im Neuen Reich von auĂen zu bedienende Verriegelungstechniken mit Hilfe eines StoĂschlĂŒsselscite-ref-3[3] bekannt,cite-ref-4[4] die auch mehrfach materiell und literarisch nachgewiesen sind.
Griechische SchlĂŒssel
In der griechischen Antike sind SchlĂŒssel wohl in homerischer Zeit aufgekommen, die auch in der Ilias und Odyssee beschrieben werden.cite-ref-5[5]
Bei den griechischen SchlĂŒsseln werden zwei verschiedene Typen unterschieden: der TempelschlĂŒssel, der Ă€lteste Typ, der seit etwa 1000 v. Chr. in Gebrauch ist und der lakonische SchlĂŒssel, der seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. verwendet wird.
Der TempelschlĂŒssel besteht aus Bronze, ist etwa 40â50 cm lang und wurde aufgrund seiner GröĂe auf der Schulter getragen. Er hat sich auĂer in Inschriften auch materiell erhalten und war ein Attribut von Priestern und Priesterinnen, fĂŒr die die TempelschlĂŒssel ein Symbol der WĂŒrde und Macht darstellten. Der Griff der TempelschlĂŒssel ist bearbeitet und war meist ursprĂŒnglich mit Holz oder Elfenbein ausgekleidet. Vom griechischen TempelschlĂŒssel gibt es wenig erhaltene Exemplare, die zugehörigen Schlösser aus Holz sind gar nicht mehr vorhanden, konnten allerdings rekonstruiert werden. Bei diesem Schloss wird der SchlĂŒssel durch ein rundes, mit Metall eingefasstes SchlĂŒsselloch gesteckt und der Riegel mit einem gezielten seitlichen StoĂ beiseitegeschoben. Damit der SchlĂŒssel hierbei die Anschlagstelle besser traf, wurde das Ende oft breiter ausgeschlagen. Um das Schloss wieder zu schlieĂen, wurde der Riegel mit einem Riemen wieder an seinen Platz zurĂŒckgeschoben.
In der nachhomerischen Zeit wurde der SchlĂŒssel perfektioniert und der lakonische SchlĂŒssel erfunden. Die zugehörigen Schlösser besaĂen eine besser durchdachte SchlieĂvorrichtung und boten damit gröĂere Sicherheit. Der lakonische SchlĂŒssel wurde aus Eisen geschmiedet. Er besitzt einen geraden Schaft mit rechtwinklig abgebogenem Bart mit drei oder vier ZĂ€hnen. Diese heben im hölzernen Schlossmechanismus entsprechende Sperrklötzchen (ÎČÎŹÎ»Î±ÎœÎżÎč/balanoi) hoch, daher der Name Balanos-Schloss.cite-ref-6[6] Das Griffende ist oft ringförmig ausgeschmiedet. Beim zugehörigen Schloss wurde ein hölzerner Riegel von auĂen durch einen Riemen in die SchlieĂstellung gebracht und anschlieĂend kunstvoll verknotet. Um das Tor öffnen zu können, musste der Riemen entknotet werden, damit man anschlieĂend den mit Kerben oder Höckern versehenen Riegel durch den lakonischen SchlĂŒssel zurĂŒckschieben konnte.cite-ref-7[7] Der lakonische SchlĂŒssel ist mit 10â14 cm wesentlich kĂŒrzer als der TempelschlĂŒssel. Er ist Vorbild fĂŒr keltische und römische SchlĂŒssel.
Keltische SchlĂŒssel
In der Hallstattzeit waren die SchlĂŒssel aus Schmiedeeisen und dienten als Grabbeigabe. In ihrer Form und GröĂe Ă€hnelten sie den bronzezeitlichen SchlĂŒsseln. Sie sind mit 25â40 cm recht lang.
Auch die SchlĂŒssel der LatĂšnezeit bestehen aus Schmiedeeisen. Das Griffende ist ringförmig ausgeschmiedet, vereinzelt ist auch ein Gesenk anzutreffen. Der Bart hat die Form einer hakenförmigen Spitze und drei oder mehr ZĂ€hne. Es existieren auch T- oder ankerförmigen BĂ€rten. Mit 6â30 cm sind sie kĂŒrzer als die SchlĂŒssel der Hallstattzeit.
AuĂer der Aufteilung in hallstatt- und latĂšnezeitliche SchlĂŒssel werden die keltischen SchlĂŒssel zudem noch weiter nach Aussehen und Funktion unterteilt. Als einfache SchlĂŒsselformen gelten hakenförmige, s-förmige und lakonische SchlĂŒssel. Zudem gibt es SchlĂŒssel zu Federschlössern. Dieses SchlĂŒssel-Schloss-Prinzip besteht aus dem vierkantigen Feder- oder Ăsenstift, der als SperrschlĂŒssel fungiert und dem SchlĂŒssel mit rahmenförmig geschmiedetem Bart. Der SperrschlĂŒssel wird hierbei durch einen schmalen Schlitz gesteckt. Dabei werden die federnden FlĂŒgel des Schlosses zusammengedrĂŒckt und schnellen nach dem Passieren der Ăffnung wieder zusammen. Der SperrschlĂŒssel kann anschlieĂend nicht mehr zurĂŒckgezogen, sondern nur noch durch den rahmenförmigen SchlĂŒssel gelöst werden, dessen Bart die Federn wieder andrĂŒckt.
Wichtig sind zudem noch die Sanzeno-SchlĂŒssel, benannt nach ihrem Fundort Sanzeno im Trentino. Sie nehmen aufgrund ihrer GröĂe (35â52 cm) und ihrer charakteristischen BĂ€rte eine Sonderstellung unter den keltischen SchlĂŒsseln ein. Bekannt sind etwa 50 aus Bronze oder Eisen bestehende SchlĂŒssel. Der Griff der SchlĂŒssel ist verschieden geformt, es existiert eine Art FrĂŒhform des Gesenks, der Bart weist bizarre Formen auf. Bei den Sanzeno-SchlĂŒsseln handelt es sich vermutlich um eine frĂŒhe Form des Hebe-Schiebe-SchlĂŒssels. Hierbei wird der SchlĂŒssel durch ein L-förmiges SchlĂŒsselloch in das Schloss eingefĂŒhrt. Die Bartzinken greifen von unten in den an der Innenseite der TĂŒr angebrachten Holzriegel, heben diesen an und schieben ihn zur Seite.
Römische SchlĂŒssel
In der archaischen Epoche gibt es keine bekannten SchlĂŒssel, es wird jedoch davon ausgegangen, dass auch hier SchlĂŒssel existierten. Auch bei den Etruskern sind kaum SchlĂŒssel vorhanden, diese wurden erst mit der Eroberung durch die Römer wirklich bekannt.
In der römischen Republik wurde der lakonische SchlĂŒssel nach griechischem Vorbild verwendet. Hiermit wurden beispielsweise HaustĂŒren verschlossen. Truhen wurden mit Riemen verschnĂŒrt und versiegelt. Die Siegel wurden hier am Mittelfinger der linken Hand getragen und als FingerschlĂŒssel bezeichnet.
Die römische SchlieĂtechnik entwickelte sich erst in der Kaiserzeit, also etwa seit der Zeitenwende um Christi Geburt, entscheidend weiter. Die hölzernen Riegel wurden zunehmend durch Metallkonstruktionen abgelöst. Die nach der Ăffnungsbewegung so genannten Hebe-Schiebe-SchlĂŒssel dazu sind am abgewinkelten, senkrecht zum Griff stehenden Bart zu erkennen. Zahllose Exemplare sind als archĂ€ologische Funde ĂŒberliefert (im Kastell Saalburg hat man ĂŒber 200 StĂŒck gefunden). Ihr Format und ihre HĂ€ufigkeit lassen darauf schlieĂen, dass nicht nur TĂŒren, sondern auch BehĂ€ltnismöbel und KĂ€stchen so verschlossen wurden. Die Reite mancher kleinen SchlĂŒssel erlaubte es, sie wie einen Ring am Finger mit sich zu tragen.cite-ref-8[8] Auch DrehschlĂŒssel, deren Schlösser technisch aufwendiger waren, kamen schon bei den Römern vor. GröĂere SchlĂŒssel waren aus Eisen geschmiedet, die kleineren aus Bronze gegossen, auch solche mit Griff aus Bronze und Bart aus Schmiedeeisen sind bekannt. Die SchlĂŒssel wurden hierbei in Formen hergestellt, der Bart erhielt seine Form durch nachtrĂ€gliches Schleifen oder SĂ€gen. Bestand der SchlĂŒssel aus Bronze und Eisen, wurde der Bart im Wachsausschmelzverfahren angegossen. Die römischen SchlĂŒssel sind zwischen 2 und 25 cm lang und haben einfache bis sehr aufwendig gestaltete Griffe, beispielsweise in Tiergestalt. Der Bart hat verschieden viele ZĂ€hne und kann durchbrochen sein.
SchlĂŒssel aus Israel
Eine wichtige Form des SchlĂŒssels in Israel war der EllenbogenschlĂŒssel des 2. Jahrhunderts v. Chr. Dieser ist eine Art Hebe-Schiebe-SchlĂŒssel. Der Schaft ist nicht gerade, sondern im rechten Winkel gebogen und besteht somit aus Ober- und Unterarm. Er hat 5 ZĂ€hne, ist aus Eisen und besitzt im Fall von groĂen SchlĂŒsseln einen kugelförmigen Griff aus Holz. Beim zugehörigen Schloss ist der Riegel nach dem VerschlieĂen blockiert, weil ihn eine Zuhaltung aus Zinken festhĂ€lt, die von einer oder mehreren Federn in entsprechende Löcher des Riegels gedrĂŒckt werden. Der SchlĂŒssel wird dann von auĂen in das SchlĂŒsselloch eingefĂŒhrt, der Unterarm greift den Riegel, der Bart hebt die Zuhaltung und der Riegel kann herausgezogen werden, wobei der gesamte SchlĂŒssel als Griff dient.
Mittelalter
AngelsĂ€chsische SchlĂŒssel (6.â11. Jahrhundert)
Die angelsĂ€chsischen SchlĂŒssel sind vor allem als Grabbeigaben fĂŒr die Reise ins Jenseits bekannt. Es gibt allerdings nur wenige SchlĂŒsselfunde und somit nur wenige Informationen. Die SchlĂŒssel bestehen aus Bronze, haben eine Ăse, einen einfachen Bart und wurden vermutlich an einer Kette um den Hals getragen.
WikingerschlĂŒssel (8â11. Jahrhundert)
Es gibt zahlreiche Funde von WikingerschlĂŒsseln. Sie sind gekennzeichnet durch einen schlichten, durchbrochenen Bart, einen kurzen Schaft und eine groĂe, ornamental oder tierfigĂŒrlich ausgestaltete Reide. HĂ€ufig sind auch stark stilisierte Drachenmuster, Flechtmuster, anthropomorphe Gestalten. Hergestellt wurden die WikingerschlĂŒssel aus Bronze. Sie waren zudem nicht nur Gebrauchsgegenstand, sondern auch Amulett und wurden am Körper getragen.
FrĂŒhmittelalterliche und karolingische SchlĂŒssel
Aus dem frĂŒhen Mittelalter sind nur sehr wenige SchlĂŒssel erhalten, das Wissen ĂŒber sie ist daher nur sehr spĂ€rlich. Sie bestehen aus Bronze, sind mit 6â13 cm eher klein und haben eine reich durchbrochene Reide. Selten sind auch laternenförmige, dekorative SchlĂŒssel, die oft ein GebĂ€ude oder einen GebĂ€udeteil darstellen. Der Bart ist sehr einfach und hat oft die Form eines Raubvogelkopfs. Es handelt sich um DrehschlĂŒssel mit Ring- und Punzverzierung.
Siehe auch
:
Karolinger
Romanische SchlĂŒssel
Auch romanische SchlĂŒssel sind sehr selten. Sie bestehen wie die frĂŒhmittelalterlichen SchlĂŒssel aus Bronze, sind eher klein (4â12 cm) und haben eine runde Reide. Ab dem 12. Jahrhundert ĂŒberwiegen schmiedeeiserne, bedeutend gröĂere SchlĂŒssel mit Reiden in geometrischer Form. Die auffallend lange Schaftspitze ĂŒberragt den Bart weit und sorgt damit fĂŒr ein erleichtertes Eindringen in verstopfte SchlĂŒssellöcher. Ab der Mitte des 12. Jahrhunderts waren die SchlĂŒssel bis zu 30 cm lang, mit kreuzförmigen Mustern auf der Reide. Die frĂŒhromanischen BĂ€rte sind klein und einfach und werden spĂ€ter oft groĂ. Manchmal sind sie mit geometrischen Mustern durchbrochen. Wie im gesamten Mittelalter handelt es sich um DrehschlĂŒssel.
Gotische SchlĂŒssel
In der Gotik wurden gotische Ornamente mit Bogen-, Pass- und Blattformen zu verbindlichen Formen der SchlĂŒssel. Charakteristisch ist vor allem die Rautenform der Reide, deren Enden oft vergröĂert ausgeschmiedet wurden. Zudem weisen die SchlĂŒssel oft Noppen und, in Anlehnung an die Fensterrosetten, Rosetten auf. In der frĂŒhen Gotik waren die SchlĂŒssel noch aus Bronze, 3â12 cm lang und wiesen einen einfachen Bart auf. In der Hoch- und SpĂ€tgotik wurden die SchlĂŒssel aus Schmiedeeisen hergestellt und waren bis zu 50 cm lang. Der Bart entwickelte sich zu einem feingliedrigen Kammbart, welcher oft mit Kreuzen und Rechtecken reich durchbrochen war. Zudem wurde in der Bamberger Rechtsurkunde von 1329 erstmals das Nachmachen von SchlĂŒssel unter Strafe gestellt.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]cite-ref-11[11]cite-ref-12[12] Die Regensburger Zunftordnung von 1393 schrieb zudem vor, dass die BĂ€rte der SchlĂŒssel so gut angepasst werden mussten, dass das Ăffnen der Schlösser mit einem anderen SchlĂŒssel unmöglich sei.cite-ref-13[13]cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]
Neuzeit
Renaissance-SchlĂŒssel (15.â16. Jahrhundert)
In der Renaissance war es durch die aufkommende Stahlschnitttechnik zum ersten Mal möglich, Figuren plastisch aus einem geschmiedeten MetallstĂŒck herauszuarbeiten, was die Möglichkeiten der Dekoration extrem erweiterte. Allgemein sind die SchlĂŒssel der Renaissance 4â30 cm lang, sind DrehschlĂŒssel und haben BĂ€rte mit feinen Einschnitten. Zudem sind die BĂ€rte sternförmig, kreuzförmig oder mĂ€andrisch durchbrochen. In den unterschiedlichen Regionen Europas entwickelten sich hierbei verschiedene Stile. In Deutschland, der Schweiz und in Ăsterreich waren SchlĂŒssel mit gerollter Ornamentik typisch, welche einen Griff aus Doppelspiralen bildeten. In Italien und Frankreich hingegen wurden die SchlĂŒssel mit Grotesken, Akanthusranken, ChimĂ€ren, Delfinen oder Fabelwesen des Meeres verziert. Die SchlĂŒsselreide wurde so zur kunstvollen Komposition, das Gesenk erhielt die Form eines antiken Kapitells. Besonders hervorzuheben sind die venezianischen SchlĂŒssel. Die haben eine runde oder ovale Reide, welche mit eingelöteten Ornamenten rosettenförmig verziert ist, wodurch sie gotischen Fenstern gleicht. Der Griff ist mit einer Ăse oder Krone versehen, der Schaft meist hohl. Der Bart ist einfach oder weist komplizierte, kreuzförmige Einschnitte auf.
LaternengriffschlĂŒssel (16.â18. Jahrhundert)
Im 16. Jahrhundert erreichte die Kunst der SchlĂŒssel- und Schlossherstellung mit der Herstellung der LaternengriffschlĂŒssel ihren Höhepunkt. Vor allem die in Frankreich angefertigten SchlĂŒssel sind wahre Kleinode der Schmiedekunst. Um zu dieser Zeit als Meister in die Zunft aufgenommen zu werden, musste der Geselle als MeisterstĂŒck ein Schloss mit passendem SchlĂŒssel herstellen, wodurch es zur Herstellung wahrer Kunstwerke kam. Zudem sind die so entstandenen SchlĂŒssel meist signiert und datiert. Die SchlĂŒsselreide der LaternengriffschlĂŒssel wurde zum turmartigen, einer Laterne oder einem Korb Ă€hnlichen sehenden Aufbau stilisiert. Dieser Aufbau ruht auf einer fein durchbrochenen Rosette, welche das Zentrum des SchlĂŒssels bildet. AuĂen ist diese oft mit Masken oder Ringen verziert. Die Rosette stĂŒtzt sich auf einen reich durchbrochenen, quadratischen oder rechteckigen Sockel, welcher das Gesenk bildete. Darauf folgt ein kurzer Hohlschaft mit einem feinen Kammbart, welcher bis zu 28 ZĂ€hne aufweisen kann. Zu Beginn der Herstellung der LaternengriffschlĂŒssel war der Bart flach, spĂ€ter beilförmig. Die feine Ausarbeitung wurden durch feine Bohr- und Schneidetechnik sowie Stahldreharbeit möglich. Trotz der Feingliedrigkeit der SchlĂŒssel waren diese stark genug, um den Schlossmechanismus in Gang zu setzen.
17.â18. Jahrhundert
Im 17. Jahrhundert kamen schlieĂlich schwere handgeschmiedete Eisentruhen als Tresore der Kaufleute, Adeligen und ZĂŒnfte fĂŒr Geld, Schmuck und wertvolle Dokumente mit den dazu passenden groĂkalibrigen SchlĂŒsseln auf. Diese Truhen haben oft ein zentral im Deckel angelegtes Schloss. Um dieses zu öffnen, wird durch eine einfache Drehbewegung ein komplizierter Mechanismus in Gang gesetzt, welcher bis zu 25 Schnappriegel betĂ€tigt. An der Vorderseite der Truhe befand sich zudem ein SchlĂŒsselloch als Attrappe, wĂ€hrend das echte im Truhendeckel getarnt ist. Die zu den Truhen passenden SchlĂŒssel sind wohlgeformt, mit markanten Aussparungen am Bart, oft kreuz- oder sternförmig.
In England trat im 17.â18. Jahrhundert ein weiterer neuer SchlĂŒsseltyp auf. Die neu aufgekommene Stahlschnitttechnik ermöglichte ein Verzieren in bisher unbekanntem MaĂ. So konnten SchlĂŒssel mit stark durchbrochenen, fein ziselierten Reiden und einem ĂŒberschwĂ€nglich ornamentierten Bund, Schaft und Bart hergestellt werden. Dies ergab leichte, aber solide SchlĂŒssel, beispielsweise fĂŒr SchrĂ€nke, Kommoden, SekretĂ€re und Schmuckkassetten. Die englischen SchlĂŒssel erfreuten sich in England und auf dem Kontinent einer groĂen Nachfrage, sodass sie in groĂen Mengen exportiert wurden.
Rokoko-SchlĂŒssel
Die Entwicklung leichterer und zierlicherer Möbel wie Schreibtische und SekretĂ€re im Rokoko hatte eine Verkleinerung und Vereinfachung der SchlĂŒssel zur Folge. An die Stelle reich verzierter SchlĂŒssel aus Schmiedeeisen treten nun hauptsĂ€chlich einfache SchlĂŒssel aus Eisen. Diese zeichnen sich vor allem durch ihre asymmetrische Reide aus, welche mit Schweifmustern, Blattwerken oder C-Rocaillen verziert ist. Die Griffe der SchlĂŒssel sind von schlichter Form, das Gesenk ist immer kugelförmig. Die SchlĂŒssel des Rokokos sind DrehschlĂŒssel von 5 bis 25 cm LĂ€nge.
19. Jahrhundert
Mit dem 19. Jahrhundert endete die Epoche des handgeschmiedeten SchlĂŒssels. Das Zunfthandwerk wurde zunĂ€chst durch die Manufaktur abgelöst, in der die SchlĂŒssel serienmĂ€Ăig in Handarbeit hergestellt wurden. In der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts wurden dann Schlossfabriken gegrĂŒndet, in denen der Herstellungsprozess, in einzelne Arbeitsschritte aufgeteilt, maschinell erfolgte. Durch die industrielle Revolution und eine Vielzahl neuer Schlosskonstruktionen aus Amerika, welche mehr Sicherheit versprachen, wurden nur noch vereinzelt aufwendige SchlĂŒssel von Hand hergestellt.
Vor allem zwischen 1770 und 1851 kamen viele Neuerungen auf; in dieser Zeit wurden etwa 70 Modelle verschiedener Schlösser und SchlĂŒssel patentiert. Eines der ersten patentierten Schlösser war das von Robert Barron mit zwei Zuhaltungen, also bewegliche Teile im SchlossgehĂ€use, welche beim Umdrehen des SchlĂŒssels den Riegel freigeben. Ein weiterer Pionier war Jeremiah Chubb, der mit dem Chubbschloss ein Mehrzuhaltungschloss mit sechs Zuhaltungen erfand. Bei diesem Schloss gab es bereits ĂŒber 100 000 Möglichkeiten, die Zuhaltungen beiseite zu schieben. Zudem blockierte beim Einsatz eines Dietrichs ein Detektormechanismus die Zuhaltungen.
Es kam zudem zu einem regelrechten Wettbewerb zwischen Erfindern und Schlossknackern. FĂŒr die Ăberwindung eines als sicher geltenden Schlosses unter Aufsicht wurden hohe Geldpreise ausgesetzt. FĂŒr Aufsehen sorgte hierbei vor allem A. C. Hobbs 1851. Er verkĂŒndete, dass er in der Lage sei, innerhalb von 30 Minuten das als besonders sicher bekannte Chubb-Schloss zu öffnen. Es gelang ihm, unter Aufsicht das Schloss innerhalb von 15 Minuten zu öffnen und in weiteren 7 Minuten wieder zu verschlieĂen. Daraufhin versuchte er sich an dem als nicht knackbar geltenden Bramahschloss. Er bekam hierfĂŒr 30 Tage Zeit, benötigte aber nur 10 Tage fĂŒr das Aufsperren des Schlosses. Seine Methode wurde als Hobbsâsches Ăffnungsverfahren bekannt und veröffentlicht, was sich auch viele Einbrecher zunutze machten.
Von den zahlreichen in dieser Zeit gemachten Erfindungen setzte sich allerdings nur das 1844 von Linus Yale erfundene Schloss durch. SchlĂŒssel und Schloss unterschieden sich erheblich von frĂŒheren Konstruktionen und waren zudem fĂŒr die industrielle Produktion geeignet. Das Yale-Zylinderschloss wurde auf der Great Exhibition in London 1851 zunĂ€chst kaum beachtet; erst nachdem das Schloss von Yales Sohn Linus Yale Junior 1864 verbessert worden war, gelang der Durchbruch. Beim Yale-Zylinderschloss sind SchlieĂ- und Riegelkonstruktion getrennt. Der SchlĂŒssel setzt hierbei Zylinder und diese den Riegel in Bewegung, wodurch der SchlĂŒssel sehr klein und flach gehalten werden kann und sich eine groĂe Zahl möglicher SchlieĂvarianten ergibt. Bei Ă€lteren SchlĂŒssel-Schloss-Mechanismen war stets der Riegel direkt vom SchlĂŒssel bewegt worden.
Zur PrĂ€zisionsmechanik gesellte sich im 21. Jahrhundert die Mikroelektronik in Form von programmierbaren elektronischen Zylinderschlössern. In der Reide ist hierbei die Mikroelektronik mit gespeicherten Zugangscodes untergebracht, im Gesenk folgt das Kontaktfeld, welches die Verbindung zur in der TĂŒr integrierten Elektronik herstellt, die ĂŒber 25 Billionen SchlieĂkombinationen ermöglicht.
Heutige SchlĂŒssel: Sonderformen und Varianten
GeneralschlĂŒssel
Mit einem GeneralschlĂŒssel können mehrere verschiedene Schlösser entsperrt werden. Bezeichnet wird er auch als HauptschlĂŒssel, ZentralschlĂŒssel oder Passepartout (von franz. passer âdurchgehenâ und partout âĂŒberallâ). Der berechtigte Nutzer eines SchlĂŒssels hat die SchlĂŒsselgewalt inne.
NeubauschlĂŒssel
Unter einem NeubauschlĂŒssel versteht man ein Werkzeug, mit dem sich TĂŒren ohne Beschlag und Klinke öffnen lassen.
SchlagschlĂŒssel
Das nebenstehende Bild zeigt sogenannte SchlagschlĂŒssel. Die Profilkerben sind alle einheitlich auf der tiefsten Stelle. Mit solchen SchlĂŒsseln und einer besonderen Schlagtechnik kann man die meisten SchlieĂzylinder öffnen. SchlĂŒsseldienste haben ĂŒblicherweise solche SpezialschlĂŒssel im Werkzeugkasten.
Mechanische SchlĂŒssel
Es gibt Buntbart- und Zylinderschloss-SchlĂŒssel. Tresorschlösser lassen sich zum Teil nur durch die EinfĂŒhrung von zwei oder mehr SchlĂŒsseln, die jeweils verschiedene Personen besitzen, aufschlieĂen. Damit ist bei der Ăffnung der TĂŒr kein Benutzer allein.
Ferner gibt es BohrmuldenschlĂŒssel bzw. WendeschlĂŒssel. Hier wird der Rohling seitlich unterschiedlich tief angebohrt, das Bohrbild ist auf beiden Seiten identisch â der SchlĂŒssel öffnet, egal wie man ihn in den Zylinder einfĂŒhrt.
FĂŒr WohnungstĂŒren, Vitrinen, SchrĂ€nke u. Ă. werden auch KreuzbartschlĂŒssel eingesetzt. Es gibt Einbausicherungen, um Einsteckschlösser mit BuntbartschlĂŒssel auf KreuzbartschlĂŒssel mit sechs Kodierstiften umzubauen.
Besondere AutoschlĂŒssel
AutoschlĂŒssel (ZĂŒndschlĂŒssel) sehen den gezackten BartschlĂŒsseln hĂ€ufig Ă€hnlich und sind meist von der Form her symmetrisch. Es existieren auch spezielle SchlĂŒsselformen, wie zum Beispiel jene von Ford nach dem Tibbe-Code. SchlĂŒssel von Renault haben vorn im Bart ein kleines Loch. AutoschlĂŒssel können auch eckige Rillen in den Seiten haben.
Berliner SchlĂŒssel/DurchsteckschlĂŒssel
Der Berliner SchlĂŒssel oder DurchsteckschlĂŒssel ist ein SchlĂŒssel mit zwei BĂ€rten. Er wird eingesetzt, damit Hausbewohner dazu gezwungen werden, nach dem Betreten oder Verlassen des Hauses wieder abzuschlieĂen. Man muss erst normal aufschlieĂen und schiebt den SchlĂŒssel dann durch das SchlĂŒsselloch. Nachdem man dann von innen abgeschlossen hat, kann man den SchlĂŒssel wieder abziehen. Das System wurde 1912 von dem Berliner SchlĂŒsselmacher Johann Schweiger erfunden. Der Berliner SchlĂŒssel war in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts verbreitet, heute ist er jedoch kaum noch in Gebrauch.cite-ref-16[16]
Elektronische SchlĂŒssel
Neben mechanischen SchlĂŒsseln gibt es auch MagnetkartenschlĂŒssel bzw. elektronische oder elektromagnetische Systeme, zum Beispiel:
âą mit drahtlosem Sender (wie beim AutoschlĂŒssel),
âą mit Fingerabdruck-Erkennung oder
âą mit RFID-Technik. Diese werden auch als Transponder bezeichnet. Diese Transponder gibt es als Karte oder SchlĂŒsselanhĂ€nger oder in einem mechanischen SchlĂŒssel integriert, wie es bei AutoschlĂŒsseln mit integrierter Wegfahrsperre mittlerweile ĂŒblich ist.
Kopieren von SchlĂŒsseln
SchlĂŒssel Ă€lterer SchlieĂsysteme, sogenannte BartschlĂŒssel, wurden stets gemeinsam mit dem Schloss hergestellt. NachschlĂŒssel lieĂen sich durch Feilen einer weitgehend mit einer Vorlage identischen Kopie erzeugen. Fehlt die Vorlage, z. B. weil sie der SchlĂŒsselinhaber nicht herausgegeben hat, ist es möglich, die Kopie anhand eines Abdruckes herzustellen, der von der Vorlage in weichen Ton, Knetmasse oder Gips gemacht wird. Die Kopie wird dann so lange befeilt und bearbeitet, bis der NachschlĂŒssel bequem in den Abdruck passt. Gibt es keinen SchlĂŒssel (oder Abdruck des SchlĂŒssels) mehr zu einem Schloss, kann die Anfertigung eines SchlĂŒssels recht aufwendig sein, je nachdem wie kompliziert das Schloss konstruiert ist.
Einfache BartschlĂŒssel mĂŒssen aber allgemein nicht sehr passgenau sein, da in vielen Ă€lteren Schlössern der Bart allein durch seine Form, die sogenannte Schweifung, bestimmt, ob er in das Schloss passt; der SchlieĂvorgang jedoch von der Form des SchlĂŒssels weitgehend unabhĂ€ngig funktioniert. SchlĂŒssel mit den fĂŒr einfache ZimmertĂŒrschlösser verbreiteten Schweifungen sind daher als fertige Ersatzteile erhĂ€ltlich.
Heute lassen sich viele einfache SchlĂŒssel, die groĂflĂ€chig bei WohnungstĂŒren oder GebrauchsrĂ€umen verwendet werden, immer noch mit einer Vorlage kopieren, die in eine Maschine eingespannt und abgetastet wird, wobei die Information auf ein Werkzeug ĂŒbertragen wird, das einen Rohling bearbeitet. Dienstleister bieten diese Arbeit preisgĂŒnstig an und benötigen wenige Minuten dafĂŒr, sofern die passenden Rohlinge vorrĂ€tig sind. Die oberen beiden Bilder zeigen solche Maschinen.
Modernere SchlĂŒssel lassen sich nicht mehr auf diese Weise kopieren. FĂŒr ihre Herstellung werden entweder keine Rohlinge frei vertrieben oder man benötigt eine Kennziffer oder einen numerischen Code, der die nötigen Informationen zur Herstellung des NachschlĂŒssels enthĂ€lt. Eine dazu passende FrĂ€smaschine zeigt das obere dritte Bild. Durch die Formatierung des Codes ist dieser nur im jeweils geltenden SchlĂŒsselsystem (Typ oder Hersteller) brauchbar und lĂ€sst sich nicht auf andere Systeme oder Methoden ĂŒbertragen. Der Code kann entweder eine Kennziffer eines vom Hersteller geheimgehaltenen Katalogs sein oder sich direkt auf Parameter des SchlĂŒssels beziehen. So geben bei SchlĂŒsseln, die bestimmte elektrische/leitende Eigenschaften haben oder in die Magnete implementiert sind, die Codes diese Eigenschaften an. Ohne Kenntnis des Katalogs oder der Bedeutung der kodierten Eigenschaften lĂ€sst sich auch im Besitz einer Vorlage nur sehr schwer bis ĂŒberhaupt nicht ein NachschlĂŒssel erzeugen. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass NachschlĂŒssel mit modernen Kommunikationsmitteln bestellt werden mĂŒssen und per Post geliefert werden können.
Moderne SchlĂŒsselsysteme bieten auĂerdem aufgrund der hohen Zahl der möglichen SchlĂŒssel den Vorteil, dass durch Austauschen der SchlieĂzylinder ein einzelner oder eine Teilmenge der umlaufenden SchlĂŒssel unbrauchbar werden kann, die ĂŒbrigen aber funktionsfĂ€hig bleiben. Die Hersteller bieten hier verschiedene Möglichkeiten an. Auch individuelle SchlĂŒssel lassen sich erstellen, wobei angegeben werden kann, zu welchen Schlössern ein solcher SchlĂŒssel passen darf. Man spricht dann von einer SchlieĂanlage. Dieser SchlieĂanlage ist eine Sicherungskarte beigelegt, mit der man unter Vorlage der Karte NachschlĂŒssel anfertigen lassen oder Erweiterungen der SchlieĂanlage beauftragen kann.
Mehrfachschlösser
Bei diesen Systemen lĂ€sst sich die TĂŒr nur dann öffnen, wenn zwei oder mehr SchlĂŒssel gleichzeitig zur Anwendung kommen, um sicherzustellen, dass die TĂŒr nur von mehreren anwesenden SchlĂŒsselinhabern gemeinsam geöffnet werden kann. Entweder sind mehrere Schlösser in die TĂŒr eingebaut oder ein Schloss enthĂ€lt mehrere SchlieĂzylinder. Dann sind auch Kombinationslösungen möglich, bei denen z. B. mindestens zwei von drei SchlĂŒsseln zum Ăffnen benötigt werden. Aufgrund der aufwendigen Anfertigung dieser Schlösser werden sie heute zunehmend von elektronischen Sicherungseinheiten mit Zugangscodes abgelöst. Aus traditionellen GrĂŒnden sind sie aber noch bei Tresoren oder bei besonders gesicherten RĂ€umen gebrĂ€uchlich. Bei neueren Bauarten betĂ€tigen die SchlĂŒssel den eigentlich mechanischen SchlieĂvorgang nicht mehr, sondern werden nur noch erkannt und setzen dann eingebaute, elektronisch gesteuerte Automatismen in Gang, was die Vergabe der SchlĂŒssel erleichtert und MaĂnahmen im Falle eines SchlĂŒsselverlusts vereinfacht. Einzelne SchlĂŒssel oder ihre Besitzer lassen sich aus dem Kreis der Zugangsberechtigten zurĂŒckziehen, ohne Umbauten am SchlieĂsystem vornehmen zu mĂŒssen. Auch lĂ€sst sich fĂŒr jeden SchlĂŒsselinhaber festlegen, ob er die TĂŒr allein oder in Begleitung öffnen darf. Im Gegensatz zum Zugangscode bieten diese Systeme einen höheren Schutz gegen Weitergabe, im Gegensatz zur Magnetkarte sind sie schwerer kopierbar, nicht versehentlich löschbar und mechanisch unempfindlicher im tĂ€glichen Gebrauch.
Symbolik und Ikonographie
WĂ€hrend in Redewendungen und zusammengesetzten Begriffen (wie SchlĂŒsselfeld, SchlĂŒsselqualifikation, SchlĂŒsselindustrie, SchlĂŒsselposition, SchlĂŒsselreiz, SchlĂŒsselroman), das Wort SchlĂŒssel oft im ĂŒbertragenen Sinne benutzt wird, meist um ein zielfĂŒhrendes oder verstĂ€ndnisbildendes Hilfsmittel zu charakterisieren, ist der sinnbildliche Gehalt materieller oder bildlicher (zeichenhafter) SchlĂŒssel eher als legitimierendes Zeichen von MachtausĂŒbung eingesetzt und verstanden worden.
Antike
Da Griechen und Römer sich den Himmel und die Unterwelt mit Toren verschlossen vorstellten, besaĂen auch verschiedene Götter SchlĂŒssel,cite-ref-17[17] so vor allem Janus. Der SchlĂŒssel als Zeichen hoheitlicher Gewalt im Sakralbereich begegnet in der Ikonographie auf griechischen Grabreliefs seit der klassischen Zeit,cite-ref-18[18] wo er vor allem Tempelpriesterinnen zuzuordnen ist. Wegen seiner GröĂe wurde das Instrument in Form eines zweimal rechtwinklig gebogenen Stabes (lakonischer SchlĂŒssel) auf der Schulter getragen.
Christliche Symbolik und Ikonographie
Eine Bibelstelle im Alten Testament (Jesaja 21,22 ), wo dem Eljakim die SchlĂŒssel des Hauses Davids auf die Schulter gelegt werden, wurde vorbildhaft fĂŒr die bedeutungsvolle und in ihren theologischen Interpretationen umstrittene Szene im Neuen Testament (MatthĂ€us 16,19 ), in der Jesus die SchlĂŒssel des Himmelreiches dem Apostel Petrus ĂŒbergibt. Da die Nachfolger Petri damit ihre Binde- und Lösegewalt legitimierten, erscheinen dementsprechend auch zwei SchlĂŒssel im pĂ€pstlichen Wappen.
Heiligenattribute
âą Apostel Petrus, zur SchlĂŒsselĂŒbergabe siehe den voraufgehenden Abschnitt.
âą Benno von MeiĂen (um 1010â1106), Bischof von MeiĂen. Eine Legende erzĂ€hlt, dass der KirchenschlĂŒssel, den er in die Elbe warf, um ihn dem Zugriff des Kaisers zu entziehen, von einem Fisch verschluckt und nach RĂŒckkehr des Bischofs im Fischbauch gefunden worden sein soll.
âą Servatius von Tongern, der durch ein Wunder in Rom die SchlĂŒssel des Hl. Petrus bekommen haben soll.
âą Hubertus von LĂŒttich, Schutzpatron der Schlosser, siehe auch HubertusschlĂŒssel.
âą Einige weitere verehrte Gestalten werden mit einem nicht obligatorischen SchlĂŒsselattribut dargestellt, so Genoveva von Pariscite-ref-19[19] (in ihrer Legende öffnet sie die Stadttore, um Gefangene zu befreien), und der selige Gamelbert (mit den SchlĂŒsseln seiner Investitur).cite-ref-20[20]
âą Die SchlĂŒsselbunde der Hl. Notburga von Rattenberg, der Hl. Petronilla und der biblischen Martha kennzeichnen ihre hausfrauliche Rolle.
Emblematik in Renaissance und Barock
In der Emblematik des 16.â17. Jahrhunderts kann der SchlĂŒssel neben dem pĂ€pstlichen Sinnbezug folgende Bedeutung haben: die Macht des Gebetes, die Erlösung durch Christus, die Tugenden der Hausfrau und die Verschwiegenheit. In der Hand Amors ist er begleitet von den Zeilen: â⊠nur einer der zu mir paĂt, findet zum Innersten meines Herzens âŠâ. Der SchlĂŒsselbund steht fĂŒr die Verschiedenheit der Begabungen.cite-ref-21[21]
Die SchlĂŒsselĂŒbergabe als Kapitulations- oder Huldigungsakt
Die zeremonielle Ăberreichung der SchlĂŒssel eroberter StĂ€dte und Festungen an den Sieger wurde wohl erst im Mittelalter ĂŒblich.cite-ref-22[22] Eine der Ă€ltesten Darstellungen dieses Vorgangs sehen wir auf dem Teppich von Bayeux (nach 1066), das berĂŒhmteste Beispiel der Kunstgeschichte in der Ăbergabe von Breda (1625) von Diego VelĂĄzquez und in der Moderne schlieĂlich eine Ă€uĂerst unzeremonielle, aus dem Rituellen ins Existenzielle gewendete Version in Gestalt der Bronzegruppe âDie BĂŒrger von Calaisâ des Auguste Rodin (1895).cite-ref-23[23]
Die nach Eroberungen ĂŒbergebenen StadtschlĂŒssel blieben oft im Besitz des Siegers,cite-ref-24[24] wĂ€hrend bei Huldigungen, die keinen unmittelbaren Kapitulationsakt darstellten, die SchlĂŒssel anschlieĂend wieder stillschweigend ihrem bisherigen Gebrauch zugefĂŒhrt wurden. In anderen FĂ€llen lieĂ man eigens prĂ€chtige Exemplare zu solchen Zeremonien anfertigen, wie beispielsweise JĂ©rĂŽme Bonaparte 1808 dekretierte.cite-ref-25[25]
Wiederaufgenommen wurde dieses Ritual bei der im heutigen Brauchtum mit symbolischen SchlĂŒsseln hĂ€ufig vollzogenen âMachtĂŒbergabeâ von RathĂ€usern an die Narren wĂ€hrend der Karnevalstage. Ferner ist das Ăberreichen von ebenfalls medienwirksam vergröĂerten SchlĂŒsselattrappen eine ĂŒbliche Aktion bei GebĂ€udeeröffnungen und Einweihungen.
Heraldik
Zahllose Personen und Körperschaften fĂŒhrten und fĂŒhren zum Teil bis in die Gegenwart einen oder mehrere SchlĂŒssel im Wappen oder Signet. In der ĂŒberwiegenden Zahl der FĂ€lle ist das Motiv abgeleitet vom Attribut des Hl. Petrus, der auf den Namenspatron des WappenfĂŒhrers oder das Patrozinium der örtlichen Kirche verweist.cite-ref-26[26]
Eherechtliche SchlĂŒsselgewalt
Als Sinnbild der VerfĂŒgungsgewalt der Ehefrau (SchlĂŒsselgewalt) ĂŒber Angelegenheiten des eigenen Haushalts galt seit antiker Zeit der SchlĂŒssel.cite-ref-27[27] âEiner Frau den SchlĂŒssel wegnehmenâ (claves uxori adimere)cite-ref-28[28] war gleichbedeutend mit Scheidung. Mittelalterliche und frĂŒhneuzeitliche Darstellungen zeigen Ehefrauen oft mit einem demonstrativ zur Schau gestellten SchlĂŒsselbund am GĂŒrtel.cite-ref-29[29]
KammerherrenschlĂŒssel
â
Hauptartikel
:
KammerherrenschlĂŒssel
Kammerherren trugen als Zeichen ihrer WĂŒrde einen SchlĂŒssel zu den fĂŒrstlichen PrivatgemĂ€chern sichtbar auf ihrer Amtstracht. Im 18. Jahrhundert wandelte sich der KammerherrenschlĂŒssel zu einem nur noch symbolischen PrunkstĂŒck aus vergoldeter Bronze.
SchlĂŒssel im Volksglauben
Im Volksglauben begegnet der SchlĂŒssel als TrĂ€ger magischer KrĂ€fte in variantenreichen Anwendungen. Er heilt vermeintlich Krankheiten und Verletzungen, schĂŒtzt vor Gefahren und dient als Instrument bei der Befragung der Zukunft. Die naheliegende Symbolik von SchlĂŒssel/Phallus und Schloss/Vagina steht im Zusammenhang mit âaberglĂ€ubischenâ Handlungsmustern, die bei Schwangerschaft und Geburt angewendet wurden. Besondere Wirkungsmacht wurde den ĂŒber mehrere Generationen vererbten SchlĂŒsseln zugesprochen. In Amulettform waren Heiligenattribute (Petrus-, Ulrichs-, HubertusschlĂŒssel) verbreitet, in der Steiermark der Reiner GnadenschlĂŒssel. Der sogenannte FraisschlĂŒssel, an einer Kette um den Hals getragen, sollte vor KrĂ€mpfen schĂŒtzen.cite-ref-30[30]
SchlĂŒssel als politisches Symbol
â
Hauptartikel
:
PalĂ€stinensischer SchlĂŒssel
Der âpalĂ€stinensische SchlĂŒsselâ ist das Symbol fĂŒr die in der Nakba verlorenen HĂ€user, als im Zuge der palĂ€stinensischen Vertreibung und Flucht von 1947 bis 1949 mehr als die HĂ€lfte der Bevölkerung des Mandatsgebiets PalĂ€stina entweder vertrieben wurde oder vor der Gewalt floh und ihnen anschlieĂend das Recht auf RĂŒckkehr verweigert wurde.cite-ref-31[31] Der SchlĂŒssel gilt als Teil des Willens und der Hoffnung auf RĂŒckkehr und als Anspruch auf den verlorenen Besitz.cite-ref-32[32]
BrÀuche
Ein alter Initiationsritus der Schlosser, um aus einem Lehrling einen Gesellen zu machen, ist das SchlĂŒsselbeiĂen.
Pfeifkonzert auf SchlĂŒsseln
Bis in die erste HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts waren HohlschlĂŒssel weit verbreitet, bei denen zur besseren FĂŒhrung beim SchlieĂen der hohle Halm (das Rohr) auf einen Stift (Dorn) im Schloss traf. Auf diesem Rohr des HohlschlĂŒssels kann man pfeifen. Wenn eine Theater- oder Musikpremiere zu einem Theaterskandal fĂŒhrte, konnte das Publikum spontan zum HausschlĂŒssel greifen und durch (Aus-)Pfeifen seinen Unmut Ă€uĂern. âEin Pfiff gellt aus einem SchlĂŒsselâ, beschreibt beispielsweise Paul Gurk 1934 in seinem Roman Berlin solchen Protest. Heute ist die Möglichkeit, auf SchlĂŒsseln zu pfeifen, aufgrund des fehlenden Hohlraums bei den modernen SchlĂŒsseln in Vergessenheit geraten. Deswegen werden historische ĂuĂerungen ĂŒber beabsichtigte Störungen mit HausschlĂŒsseln ggf. nicht mehr verstanden, wie in 1913: Der Sommer des Jahrhunderts von Florian Illies, der den zitierten Protest des Publikums gegen die moderne Musik Arnold Schönbergs mit HausschlĂŒsseln als vermeintliches âniederrasselnâ und Klappern (âes wird gezischt, gelacht, mit den SchlĂŒsseln geklappertâ) fehlinterpretiert.cite-ref-33[33]
Siehe auch
Literatur (zur Geschichte und Symbolik)
Nach Erscheinungsjahr geordnet
âą Hermann Diels: Antike Technik. 6 VortrĂ€ge. Teubner, Leipzig/Berlin 1914. Kapitel L: Antike TĂŒren und Schlösser, S. 34â49.
⹠Hans BÀchtold-StÀubli: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Band 7, Berlin/Leipzig 1936, Sp. 1221.
âą Heinrich Pankofer: SchlĂŒssel und SchloĂ. MĂŒnchen 1973.
âą Sigrid Canz: SchlĂŒssel und Schloss als BedeutungstrĂ€ger. In: Schlosserkunst. BildfĂŒhrer des Bayerischen Nationalmuseums MĂŒnchen. 1976.
âą Jean-Josef Brunner: Der SchlĂŒssel im Wandel der Zeit. Verlag Paul Haupt, Bern/Stuttgart, 1988.
âą Adalbert Erler: SchlĂŒssel (als Symbol). In: Handwörterbuch zur Rechtsgeschichte. Band 4, Berlin 1990, S. 1443.
âą SchloĂ, SchlĂŒssel. In: Der Neue Pauly. Band 11, Stuttgart 2001, Sp. 186â189 (SchlĂŒssel in der Antike).
âą Martin MĂŒller: SchlĂŒssel und Schloss im römischen Alltag â AusgewĂ€hlte Funde aus der Colonia Ulpia Traiana. In: GefĂ€hrliches Pflaster: KriminalitĂ€t im Römischen Reich. Ausstellung des ArchĂ€ologischen Parks Xanten. von Zabern, Mainz 2011, S. 19â40.
âą Manfred Welker: Historische SchlĂŒssel und Schlösser im Germanischen Nationalmuseum NĂŒrnberg. Bestandskatalog. NĂŒrnberg 2014.
âą Max Georg Freiherr v. Eltz-RĂŒbenach: Die Herren vom Goldenen SchlĂŒssel. Kammerherren â ihre WĂŒrde, ihre Symbole, ihre prĂ€chtige Bekleidung. J.S. Klotz Verlagshaus, Neulingen 2023, ISBN 978-3-949763-31-1.
Weblinks
Commons
: SchlĂŒssel
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: SchlĂŒssel
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Literatur von und ĂŒber SchlĂŒssel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą SchlĂŒssel im Mietrecht. Webseite der Berliner MieterGemeinschaft e. V., abgerufen am 9. Juli 2010.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Michael Keuter, Alexander C. Blankenstein: SchlĂŒssel/SchlieĂanlage (WEG) / 1 SchlĂŒsselcodierung. Abgerufen am 24. Februar 2020.
cite-note-22. â Brunner, S. 30â48.
cite-note-33. â Benjamin Hinson: The Egyptian Item. In: Zeitschrift fĂŒr Ăgyptische Sprache. Band 140, Heft 2, 2013, S. 129â131.
cite-note-44. â Brunner, S. 9; Otto Königsberger: Die Konstruktion der Ă€gyptischen TĂŒr, 1936, S. 61, 63.
cite-note-55. â Homer: Ilias. 12,455 f.; Odyssee, 21,241.
cite-note-66. â Brunner, S. 27â29. Der Neue Pauli. Sp. 187.
cite-note-77. â Brunner, S. 27â29. Der Neue Pauli. Sp. 187.
cite-note-88. â Brunner, S. 50â67.
cite-note-99. â Verordnung fĂŒr das Schmiedehandwerk von 1329, als ErgĂ€nzung zum Bamberger Stadtrecht. Abgerufen am 12. August 2023.
cite-note-1010. â Bei der âBamberger Rechtsurkunde von 1329â handelt es sich um eine Verordnung fĂŒr das Schmiedehandwerk, die an das Bamberger Stadtrecht angehĂ€ngt ist. Von diesem Stadtrecht existieren verschiedene zeitgenössische Exemplare, u. a. eine Abschrift des 16. Jahrhunderts im Staatsarchiv Bamberg unter der Signatur StABa, Handschriftensammlung (A 245) II 2. Freundliche Mitteilung von J. Staudenmaier, StA Bamberg v. 11.08.2023.
cite-note-1111. â Heinrich Zoepfl: Das alte Bamberger Recht als Quelle der Carolina. Nach bisher ungedruckten Urkunden und Handschriften zuerst herausgegeben und commentiert. Heidelberg 1839, S. 130.
cite-note-1212. â Harald Parigger: Das Bamberger Stadtrecht. In: Veröffentlichungen der Gesellschaft fĂŒr FrĂ€nkische Geschichte (Hrsg.): Quellen zur Rechts- u. Wirtschaftsgeschichte Frankens. Band 10, Nr. 12. WĂŒrzburg 1983.
cite-note-1313. â C. Th. Gemeiner: Reichsstadt Regensburgische Chronik. Band 2. Regensburg 1803, S. 302.
cite-note-1414. â Das "Gelbe Stadtbuch" der Stadt Regensburg. Forschungen und Edition. In: Stadt Regensburg (Hrsg.): Regensburger Studien und Quellen zur Kulturgeschichte. Band 2. Regensburg 1995, S. 382 f.
cite-note-1515. â E. Hauptmann: MetallhandwerkerzĂŒnfte in der Reichsstadt Regensburg. Hrsg.: Dissertation. Erlangen 1952, S. 56 ff.
cite-note-1616. â Der Gegenstand â ARTE Karambolage (Memento vom 15. Juni 2009 im Internet Archive), abgerufen am 9. Juli 2010
cite-note-1717. â Der Neue Pauly. Band 11, S. 188.
cite-note-1818. â Brunner: SchlĂŒssel. Abb. S. 8 und 11.
cite-note-1919. â Hiltgart L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Stuttgart 1968, S. 215.
cite-note-2020. â Lexikon der Christlichen Ikonographie. Band 6: Ikonographie der Heiligen. Freiburg 1974, Sp. 348.
cite-note-2121. â Arthur Henkel, Albrecht Schöne: Emblemata. Stuttgart 1967, Sp. 1819, 1335â1339, 1750.
cite-note-2222. â Gegenteilige Angaben in der Symbolliteratur sind durchweg unbelegt.
cite-note-2323. â Rodin: Die BĂŒrger von Calais (Detail)
cite-note-2424. â Kardinal Albornoz fĂŒhrte 1367 dem Papst nach der Wiedereroberung des Kirchenstaats eine groĂe Menge von SchlĂŒsseln eroberter StĂ€dte vor (Erler, Handwörterbuch, Sp. 1444). In der Kasaner Kathedrale lieĂ 1815 Zar Alexander I. 93 SchlĂŒssel von 25 eroberten StĂ€dten als TrophĂ€en aufhĂ€ngen (W. Bruce Lincoln: Sunlight at Midnight. St. Petersburg and the rise of modern Russia. New York 2002, S. 110; Alfred Löhr: Die Bremer SchlĂŒssel in St. Petersburg. In: Bremisches Jahrbuch. 95, 2016, S. 11â18).
cite-note-2525. â Rolf-Dietrich MĂŒller: Zwei âgoldeneâ SchlĂŒssel. Ein Geschenk der Stadt Paderborn an den König von Westphalen. Nur digital. Abgerufen am 10. Mai 2016.
cite-note-2727. â Daniel JĂŒtte: The State Gate. Thresholds and Power in Western History. 2015, S. 105.
cite-note-2929. â W. Brauneder: SchlĂŒsselgewalt, eherechtlich. In: Handwörterbuch zur Rechtsgeschichte. Band 4, Berlin 1990, Sp. 1446â1450.
cite-note-3030. â Zum ganzen Abschnitt: Canz, S. 37â43.
cite-note-3131. â 'I spoke to Palestinians who still hold the keys to homes they fled decades ago â many are still determined to return'. 28. Juni 2018, abgerufen am 30. MĂ€rz 2025 (englisch).
cite-note-3232. â Die PalĂ€stinenser und Israel: Was ist die Nakba? â Deutsche Welle â 15. Mai 2024, abgerufen am 30. MĂ€rz 2025.
cite-note-3333. â Florian Illies: 1913: Der Sommer des Jahrhunderts. 4. Auflage. S. Fischer, Frankfurt am Main, 2016, S. 53, 54 und 96.